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Petition zur Erhöhung der Abrechnungstransparenz bei der GEMA gestartet
Monika Bestle, Geschäftsführerin der Sonthofer Kultur-Werkstatt, einem Kulturzentrum im Oberallgäu,hat eine Petition ins Leben gerufen. Ihr Ziel es ist, die Abrechnungsmodalitäten der GEMA transparenter zu gestalten.
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder, Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird.
Wer sich einmal den Verteilungsschlüssel der GEMA angeschaut hat, kann zumindest diesen Teil voll und ganz bestätigen: im GEMA-Jahrbuch umfasst er fast 100 Seiten.
Mit der Petition soll nicht die Abschaffung der GEMA erreicht werden, denn geistiges Gut sei schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen auch zu ihrem monetären Recht kommen. Bestle kritisiert aber, dass die GEMA-Gesetze weder der Musik im Allgemeinen noch der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht würden.
Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.
Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten "großen Topf".
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.
Die von ihr wahrgenommenen Probleme würden die deutschlandweite Life-Kultur belasten und somit die GEMA vom „Kultur-Schützer“ zum „Kultur-Vernichter“ machen.
Viele Betreiber gerade kleiner Lokalitäten werden ihre Kritik sicherlich sehr gut nachvollziehen können, so hat die Petition bereits kurz nach Veröffentlichung schon über 1.000 Mitzeichner. Es wäre wünschenswert, wenn noch viele weitere sich finden würden.
Text entnommen von: http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/
Weitere Infos hier: www.kult-werk.de/GEMA/GEMA.html


